Klimawandel


Der Klimawandel als anthropogene globale Erwärmung, insbesondere verursacht durch Treibhausgase, stellt mit seinen Folgen die weltweit größte Gefahr für die Zukunft der intakten Ökosysteme und der menschlichen Zivilisation in allen Bereichen dar. Um dieser Krise zu begegnen, beschlossen die Vereinten Nationen im Jahr 2015 das Übereinkommen von Paris mit dem Ziel, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Dabei werden aber nicht nur die bisher geplanten und ergriffenen Maßnahmen von Wissenschaftlern für nicht ausreichend erachtet, sondern selbst moderate Klimaschutzziele regelmäßig verfehlt. Dazu tragen diverse Faktoren bei. Gerade Industrienationen wie Deutschland tragen durch ihre ressourcenintensive Industrie, Mobilität und Nutztierhaltung unverhältnismäßig viel zu dem Problem bei. Da geographisch bedingt aber insbesondere wirtschaftlich schwächere Staaten besonders schwer vom Klimawandel in Form von Dürren, Überschwemmungen und anderen Katastrophen getroffen werden, trägt dieses Ungleichgewicht zu wachsender globaler Ungleichheit und damit auch politischer Instabilität bei.

Wer ist nun verantwortlich? Sind es die großen Industriekonzerne, die weiter auf fossile Brennstoffe setzen oder die Politik, die ihnen keine engeren Grenzen setzt? Oder gar wir Konsumenten mit unserem Besitzstreben, das die Unternehmen erst zur intensiven Produktion veranlasst? Liegt die Lösung in effizienteren Technologien, gesetzlichen Beschränkungen oder einem radikal veränderten Konsumieren und Produzieren? Oder alles zusammen? Wie können wir unsere Systeme klimafreundlich gestalten und dabei wirtschaftlich solide bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigen sich im Kernthema Klimawandel die Perspektiven Energie- und Verkehrswende, Umweltschutz und Ressourcenschonung.

Energie- und Verkehrswende

Eine der größten Fragen auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Gesellschaft ist die nach einer neuen und nachhaltigen Mobilität. Als ein besonders ressourcenintensiver und klimaschädlicher Aspekt menschlichen Fortschritts ist der Verkehr auf Basis fossiler Brennstoffe dringend reformbedürftig, gerade vor dem Hintergrund, dass Flug- und Individualverkehr immer mehr zunehmen. Vielfach werden neue Antriebsformen wie in der Elektromobilität als Lösung präsentiert, die aber hinsichtlich Alltagstauglichkeit und Ressourcenverbrauch noch nicht reif für den Einsatz als klimaneutrale Alternative scheinen. Brauchen wir also einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im großen Stil, mehr Investitionen in die Erforschung alternativer Antriebe oder ein Zurück zum regionalen Wirtschaften? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Perspektive Energie- und Verkehrswende in Studien, Diskussionsveranstaltungen und Expertengesprächen.

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Umweltschutz

Der Umweltschutz ist in Deutschland als Staatsziel verankert und soll eine lebenswerte Umwelt erhalten, also Klima und Ökosysteme schützen. Dabei gilt das Verursacherprinzip, sodass die Verursacher von Umweltschäden für diese Verantwortung tragen und die beschädigte Natur wiederherstellen. Aufgrund komplexer Wechselwirkungen wird dieses Prinzip aber zunehmend ausgehebelt und der Mensch durchbricht zunehmend die planetaren Grenzen der Umweltbelastung. Andererseits haben Renaturierungsmaßnahmen gerade im Ruhrgebiet bereits beachtliche Erfolge erzielt. Wie kann also effektiver Umweltschutz durchgesetzt und die Zerstörung auf ein wiederherstellbares Maß begrenzt werden? In der Perspektive Umweltschutz setzen wir mit ganz konkreten Maßnahmen wie offenen Aufräumaktionen unter dem Hashtag #trashcrasher an, aber auch mit Aufklärung in Diskussionsrunden und unseren Social Media-Auftritten.

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Ressourcenschonung

Im Jahr 2018 fiel der Earth Overshoot Day auf den 01. August. Damit hat die Menschheit bereits an diesem Tag die Ressourcen (Rohstoffe, aber auch Absorption von Treibhausgasen) vollständig aufgebraucht, die unser Planet uns in einem Jahr zurückgeben kann und lebt den Rest des Jahres über ihre Verhältnisse, so als gäbe es umgerechnet 1,7 Erden. Dazu tragen Industrienationen wie Deutschland überdurchschnittlich viel bei und verschärfen so einen Teufelskreis aus Klimawandel und weltweiter sozialer Ungleichheit, denn die Folgen der hier über Gebühr beanspruchten Ressourcen treffen ärmere Länder meist besonders hart. Wie können wir also unseren Ressourcenverbrauch drastisch senken und dabei Gleichheit und Wohlstand gewährleisten? Liegt der Hebel in effizienterer Technologie, CO2-Besteuerung oder sogar einem ganz neuen Wirtschaften? Diesen Fragen nähern wir uns in der Perspektive Ressourcenschonung über das Zusammenfassen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, Diskussionsveranstaltungen und Workshops.

Ansprechpartner: Nicholas Schmidt
E-Mail: nicholas.schmidt@yp-ruhr.de