Gesellschaft


Mit jeder neuen sozialen, ökonomischen, technologischen und auch ökologischen Entwicklung verändert sich auch die Gesellschaft, die diese Entwicklungen hervorbringt. Gerade im Zeitalter der omnipräsenten digitalen Information fühlen sich viele Menschen von dieser Veränderung überwältigt, scheint sie doch immer schneller vonstatten zu gehen. Einige ziehen sich frustriert zurück und nehmen nicht mehr am politischen Prozess teil, der das Herzstück einer jeden Demokratie bildet. Mit dem Strukturwandel durch das Verschwinden der Schwerindustrie findet beispielsweise eine tiefgreifende Veränderung in gleich mehreren Bereichen im Ruhrgebiet statt und stellt die Einwohner, die Wirtschaft und die Politik vor große Herausforderungen, aber auch Chancen. Gleichzeitig geht die globale Aufgabe Klimaschutz uns alle an und regionale Lösungen müssen den Umweltaspekt berücksichtigen, um nachhaltig zu einer gesunden Gesellschaft beizutragen. Denn die Verlierer sowohl von Struktur- als auch Klimawandel dürfen nicht vergessen werden, will man Instabilitäten vermeiden. Chancengleichheit soll also für alle Menschen gewährleistet werden, gleich welchen Geschlechts oder welcher Herkunft. Dabei muss jede*r die Möglichkeit haben, aktiver Teil der demokratischen Gesellschaft zu sein.

Wie lässt sich also eine solche zukunftsfähige Gesellschaft erreichen? Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben viel Positives hervorgebracht, beispielsweise die globale Armut drastisch gesenkt. Dennoch bleiben Herausforderungen sowohl auf regionaler als auch nationaler und globaler Ebene. Die Perspektive Strukturwandel widmet sich besonders den regionalen und ökonomischen Fragestellungen, während die Perspektiven Politikbewusstsein und Chancengleichheit überparteilich und sachlich informieren und zur aktiven Teilhabe in einem fairen und demokratischen Prozess motivieren wollen.

Strukturwandel

Gesellschaftliche Veränderung hat viele Facetten und macht auch vor Erfolgsgeschichten nicht halt. Ein drastisches Beispiel, das regional unmittelbar erlebt wird, ist der Strukturwandel des Ruhrgebiets, der Bestandteil komplexer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen ist. Doch führt der Wegfall alter Industrien wirklich nur zum Verlust von Arbeitsplätzen und Wirtschaftsleistung oder birgt er nicht auch Chancen auf eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft durch das Entstehen eines Hotspots für Start-ups in den Bereichen Gesundheitswirtschaft oder auch IT-Dienstleistungen? Wie können wir den Wandel von der Industrie- zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft in einer globalisierten Welt zu einem Erfolg für Mensch und Umwelt machen? Diese Fragen behandelt die Perspektive Strukturwandel in regionalen Projekten, Artikeln und Podiumsdiskussionen.

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Politikbewusstsein

Zehntausende Schüler*innen und Studierende streiken in der Bewegung “Fridays for Future” weltweit seit Wochen jeden Freitag für ihre Zukunft. Dabei gilt vielen Beobachtern die junge Generation als unpolitisch und uninteressiert, Politik als zäh und lähmend. Zwei Aussagen, die in der Vergangenheit oft im Zusammenhang genannt wurden. Doch gerade Bewegungen wie Fridays for Future Proteste zeigen, dass das nicht so sein muss. Politik kann spannend sein und junge Menschen für sich begeistern. Gerade, aber nicht nur, wenn es um Themen wie dem Klimawandel geht. Dabei kommt es vor allem darauf an wie der Diskurs und die Kommunikation der Inhalte stattfinden.

Wieso handeln Politiker*innen so wie sie es tun? In welchem gesellschaftspolitischen Zusammenhang stehen ihre Entscheidungen? Wie kann ich mich selbst einbringen, um Veränderungen zu bewirken? Und warum macht Politik Spaß? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich die Perspektive Politikbewusstsein in wissenschaftlichen Arbeiten, Kommentaren, Diskussionsrunden und unserem Format Politics Fights.

Ansprechpartner: Fabian Schäfer
E-Mail: fabian.schaefer@yp-ruhr.de

Chancengleichheit

Während die Armut global betrachtet in den letzten Jahrzehnten insbesondere durch den Aufstieg Chinas abnimmt und die Weltgemeinschaft damit einen großen Erfolg verzeichnet, bleiben in vielen Regionen dennoch sowohl innerhalb von als auch zwischen Staaten große ökonomische und soziale Ungleichheiten, die für eine stabile Gesellschaft verringert werden müssen. Dabei ist globalpolitisch beispielsweise die noch immer prekäre Lage in vielen Ländern Afrikas und Asiens zu berücksichtigen, die vom Klimawandel zudem besonders stark bedroht sind, aber auch in der Industrienation Deutschland warten trotz eines immensen Wohlstands noch diverse Herausforderungen. Wie können die Industriestaaten ihrer Verantwortung gegenüber wirtschaftlich schwächeren Ländern besser gerecht werden? Wie können sie in ihren eigenen Systemen die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern und für Migranten herstellen? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich die Perspektive Chancengleichheit in Artikeln, interaktiven Workshops und Diskussionsrunden.

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